Hass im Netz

Im Kampf gegen die Flut von Hetz- und Propaganda-Inhalten im Internet spielt „Künstliche Intelligenz“ eine immer wichtigere Rolle. Daher widmet sich jugendschutz.net als Teil des Kompetenzzentrums gegen Hass im Netz sich am 13. Oktober 2022 dem Thema mit einem digitalen Fachtag.
Informationen finden Sie unter: https://www.hass-im-netz.info/themen/artikel/fachtag-ki-und-hass-im-netz.html
Aufruf der Omas gegen Rechts
Neo-Nazis aus Rheinhessen haben erneut eine Demonstration in Alzey angemeldet. Wie schon so oft, wollen sie wohl auch dieses Mal „Alzey – Nazistadt“ rufend durch die Straßen ziehen. Eine Provokation für jeden demokratisch gesinnten Menschen.
Wir wollen den Nazis zeigen, dass die Bürger und Bürgerinnen von Alzey keine Neuauflage des Faschismus wünschen!
Dem martialischen Auftritt der Neo-Nazis wollen wir eine friedliche, bunte Kundgebung entgegensetzen.
Samstag, den 8. Oktober
14:00 Uhr
Rossmarkt
Auch wenn die Nazis zahlenmäßig schwach sind, so nehmen sie doch zerstörerischen Einfluss auf unser friedliches Zusammenleben. Sie fördern Hass und Hetze, die Zahl rassistisch motivierter Morde nimmt zu.
Unsere Demokratie muss deshalb täglich verteidigt werden! Nur dann können wir sie erhalten.
Kommt deshalb möglichst zahlreich zur Kundgebung!

Unter dem Titel „Gemeinsam gegen Hass im Netz“ lud der Verein Rheinhessen gegen Rechts e. V. zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein, die passend zum Thema digital stattfand.
„Hass und Hetze im Netz sind eine große Herausforderung für den Staat, aber auch für die Nutzerinnen und Nutzer der Sozialen Medien. Deswegen werden wir uns diesem Thema in Zukunft stärker widmen“, erklärte Roland Schäfer, Vorsitzender des Vereins in seiner Begrüßung.
Gleich zwei Fachreferentinnen konnte der Verein begrüßen: Tabea Rößner, Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Digitalausschusses und Anna Wegscheider, interne Juristin von HateAid. HateAid bietet Betroffenen digitaler Gewalt ein kostenloses Beratungsangebot und Prozesskostenfinanzierung.
„Hass und Hetze veranlassen immer mehr Menschen, sich aus Netzwerken zurückzuziehen und sich an Debatten nicht mehr zu beteiligen. Hasskriminalität beeinträchtigt so massiv den demokratischen Diskurs und spaltet zunehmend die Gesellschaft. Das haben die verschiedenen politischen Ebenen erkannt.“, erklärte Tabea Rößner. „In Deutschland wurde bereits vor 5 Jahren das Netzwerkdurchsetzungsgesetz eingeführt, nun werden mit Digital Service Act, Digital Markets Act und European Media Freedom Act auf EU-Ebene neue Instrumente geschaffen. Wichtig ist die Durchsetzung und eine unabhängige Aufsicht, damit nicht gleichzeitig die Meinungsfreiheit unter die Räder gerät.“
„Wir alle müssen uns gemeinsam gegen digitale Gewalt stark machen, indem wir z.B. Straftaten im Netz rigoros zur Anzeige bringen.“, ergänzte Anna Wegscheider. „Wir dürfen das Internet, einen der wichtigsten öffentlichen Diskursräume unserer Zeit, nicht einer kleinen, lauten, aggressiven Minderheit überlassen. Nur so können wir verhindern, dass immer mehr Meinungen, und mit ihnen auch die dahinterstehenden Menschen aus dem Netz verdrängt werden.“
Niko Gräser, Vorstandsmitglied von Rheinhessen gegen Rechts e. V. fasste zusammen: „Die Sensibilisierung im Bereich Hate Speech ist wichtig, um den Menschen aufzuzeigen, wie sie sich gegen Hass im Internet wehren können. Dafür setzen wir uns bei Rheinhessen gegen Rechts ein.“
Weitere Informationen unter www.rheinhessen-gegen-rechts.de.
Rheinhessen gegen Rechts e. V. ist ein ehrenamtlicher Verein, der sich gegen Rechtsextremismus in der Region Rheinhessen engagiert. Ihm gehören über 200 Mitglieder. Wer mitarbeiten will, kann auf der Homepage des Vereins eine Mitgliedschaft beantragen.
Die Veranstaltung wurde gefördert vom BMFSFJ im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Wir bekennen Farbe! Gemeinsam zeigen wir, dass Ingelheim eine bunte Stadt ist. Wenn am 13. August 2022 wieder Rechtsextreme in Ingelheim marschieren wollen, dann stellen wir uns quer und bekennen friedlich Farbe: Für Vielfalt, für Menschlichkeit und für Solidarität. Das Ingelheimer Bündnis gegen Rassismus und Gewalt ruft zum bunten Protest auf. Wir schließen uns dem Aufruf an:
13. August 2022, ab 14:30 Uhr auf dem Sebastian Münster-Platz.