Wo die bunten Fahnen wehen! – Ingelheim zeigt Flagge

Für den 3. Oktober 2020 haben Rechtsextreme erneut eine Demonstration in Ingelheim angemeldet. Sie fordern in abscheulicher, menschenverachtender Weise, dass die Grenzen für Flüchtlinge, die sie als „Brandstifter“ bezeichnen, dicht gemacht werden. Wir sagen: Ihr seid die Brandstifter! Über 200 Menschen wurden seit Anfang der 90er Jahre Opfer rechtsextremer Morde. Allein 2019 wurden fünf versuchte sowie zwei vollendete Tötungsdelikte begangen.

Der Tag der Deutschen Einheit ist ein historischer Tag. Er steht für die Grundwerte unserer Verfassung: Einigkeit und Recht und Freiheit! Wenn an diesem Tag Rechtsextreme in Ingelheim marschieren, dann wollen wir ein Zeichen setzen.

Rechtsextreme missbrauchen Symbole. Ingelheim ist keine Stadt, in der die Reichskriegsflagge, in welcher Form auch immer, ohne Widerspruch gezeigt wird. Aus diesem Grund rufen wir dazu auf, am 3. Oktober 2020 zu zeigen, dass Ingelheim die Stadt der bunten Fahnen ist. Jeder, der eine Fahne hat, die für Vielfalt, Lebensfreude und Demokratie steht, soll diese Fahne hissen. Egal ob demokratisches Schwarz-Rot-Gold, die Farben der Fasnacht oder Regenbogenfahne: In Ingelheim wehen bunte Fahnen! Auch von der Stadtverwaltung erwarten wir, dass sie sich an der Aktion beteiligt und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein Zeichen setzt. 

Wir fordern, dass die Stadt auch weiterhin alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpft, um eine Versammlung der Rechten zu untersagen. Wenn Rechtsextreme in Ingelheim marschieren, dann machen sie sich auch im öffentlichen Raum breit. Sie missbrauchen unsere Straßen und Plätze. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht zu erfahren, welche Orte betroffen sind. Deswegen fordern wir von der Stadtverwaltung, dass sie frühzeitig die angemeldete Demonstrationsroute der Rechtsextremen veröffentlicht.

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