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Verein würdigt Verdienste gegen Rechtsextremismus

Dienstag, den 02. März 2010

Der Verein Rheinhessen gegen Rechts hat zum ersten Mal den Jakob-Steffan-Preis vergeben. An der Preisverleihung im Polizeipräsidium Mainz nahmen auch Ministerpräsident Kurt Beck und Polizeipräsident Karl-Heinz Weber teil.

Tabea Rößner, stellvertretende Vorsitzende des Vereins und Bundestagsabgeordnete stellte in ihrer Begrüßung den Verein da.

Walter Zuber ist der erste Preisträger des Jakob-Steffan-Preises. "Der Verein Rheinhessen gegen Rechts e.V. übergibt den Jakob-Steffan-Preis 2010 gegen Rechtsextremismus und für eine starke Demokratie an Herrn Walter Zuber.", meinte Roland Schäfer, Vorsitzender des Vereins Rheinhessen gegen Rechts bei der Preisverleihung. "Walter Zuber hat in seiner 14-jährigen Amtszeit als Innenminister maßgeblich an der Bekämpfung von Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz mitgewirkt. Er hat Strukturen geschaffen, die heute noch bestehen."

"Mit dem Namen Walter Zuber sind Reformprojekte und Initiativen verbunden, die das Land noch immer positiv prägen“, erklärte Beck. Zuber habe die Einrichtung des Referats „Rechtsextremismus und Öffentlichkeitsarbeit“ im Verfassungsschutz oder die Gründung des Landespräventionsrates im Jahre 2000 umgesetzt. Darüberhinaus ist ihm die Umsetzung des Rahmenkonzeptes „Kommunale Bündnisse gegen Rechts“, die Auslobung des „Preise für Zivilcourage oder die Beteiligung an der bundesweiten Kampagne „Fairständnis – Menschenwürde achten – Gegen Fremdenhass“ zuzuschreiben. Zudem habe Zuber die Initiative „Wer nichts tut, macht mit“ ins Leben gerufen. Diese habe im vergangenen Jahr den Deutschen Förderpreis Kriminalprävention erhalten.

Die Laudatio hielt der Bundestagsabgeordnete Michael Hartmann. Er habe in seiner Zeit als Pressesprecher des Innenministers Walter Zuber kennen gelernt. Er sei ein freiheitlich denkender Mensch und habe sich aus diesem Grund um den Preis verdient gemacht. In seiner Amtszeit als Innenminister aber auch zuvor habe sich Zuber immer wieder den rechten Gedankengut entgegengestellt.

Darüberhinaus wurde auch ein Preis für das Engagement in einer Jugendgruppe verliehen. Die Laudatio hielt Karl-Heinz Weber, Polizeipräsident von Mainz. "Sie haben die Geschichte mit dem Projekt transparenter gemacht.". In dem Projekt hatten die Schüler auch verschiedene Forschungsstätten besucht. Daraus entstanden ist eine Ausstellung.

Ministerpräsident Kurt Beck kündigte an, dass die Ausstellung auch im Landtag gezeigt werden solle. Die Ausstellung läuft mit dem Thema "Verschleppt! Vergast! Vergessen? Die Opfer des Nationalsozialismus in
Worms und Umgebung".

Natascha Klumpp und Isabella Sowka, Lehrerinnen des Projektes der letztjährigen Klasse 10a der Westend-Realschule in Worms, nahmen den Preis entgegen und präsentierten einige Ausstellungstafeln.

Im Anschluss an die Preisverleihung fand eine Talkrunde mit Dr. Lothar Steffan, dem Nachfahren von Jakob Steffan, Anton-Maria Keim, Historiker und Bürgermeister a.D. und Franz Kirchberger, Polizeipräsident a.D. statt. Moderiert wurde die Runde von Tabea Rößner.